Kirche Scheibenberg

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Jes 66,13

Archiv

Auf dieser Seite finden Sie ältere Beiträge / Andachten, Infos aus dem Gemeindeleben und Dinge vom Kirchenbau


* Was hast Du vom Glauben?

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11,1

Lieber Leser, liebe Leserin!

Was hast Du vom Glauben? Könnten Sie auf diese Frage eine Antwort geben? Oder ist Ihre Antwort: “Ich weiß auch nicht! Na, ja ich bin eben so ein bisschen dabei, ich bin halt so aufgewachsen!” Das wäre schlimm und das ist zu wenig. Dann bleibt Ihr eigener Glauben ohne Freude, ohne Kraft und Ausstrahlung und sie selbst unzufrieden. Dann werden Sie niemanden ermuntern, den Weg des Glaubens ebenfalls zu gehen, weder in Ihre eigene Familie noch im Bekanntenkreis. Denn es wird sich keiner ermutigen lassen, Christ zu werden, ohne dass er den Sinn und das Ziel kennt. Es ist doch nicht wie in Ost-Zeiten, wo man sich bei einer Schlange einfach hinten angestellt hat; irgend was Brauchbares wird’s schon geben. Heute ist der Markt der Angebote riesig, Esoterische Praktiken, Okkultismus, Ablenkung noch und noch. Wir werden beschäftigt, in Beschlag genommen, um bloß nicht über uns und über Gott nachzudenken. Denn dann würden wir vielleicht merken was uns fehlt: Das wirkliche Vertrauen zum dreieinigen Gott, die feste und wirklich lebendige Beziehung zu Jesus Christus,

Aber wenn wir diese Beziehung heute wollen und suchen, dann werden wir sie finden, das verspricht der lebendige Gott ganz eindeutig. Bei IHM finden wir völlige Vergebung und damit die Gewissheit des ewigen Lebens. Gottes Heiliger Geist will und wir uns erfüllen und die Freude kehrt ins Leben zurück.

Dann hat man Halt im Leben und Grund unter den Füßen. Auch wenn man Gott nicht sieht, weil wir Menschen das gar nicht aushalten würden, spürt man dann seine Kraft ganz bestimmt und kann sie in dieser Welt und dem eigenen Leben klar entdecken.

So macht Glaube stark, denn der suchende Mensch hat gefunden, was wirklich trägt. Da gibt es Werte und Normen und Gebote, die auch heute unserer Gesellschaft stabilisieren und manche Verletzungen, Trennungen, Unglücke blieben uns erspart. Wagen Sie doch einfach zu glauben, probieren Sie es aus, setzen Sie sich der Begegnung mit Gott aus, das kann anfangs unangenehm sein, weil manche dunkle Stelle zum Vorschein kommt, aber dann sehr beglückend.

Ich lade Sie ein zu unseren Gottesdiensten, denn das “Auto des Glaubens” fährt sicher besser, wenn man den “Servicepunkt” regelmäßig ansteuert. Und wenn Sie nicht klarkommen, mit dem was da passiert und wenn Sie sonst Fragen haben, dann steh ich Ihnen zum persönlichen Gespräch zur Verfügung oder kann Sie weiter vermitteln.

So grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen einen frohen und gesegneten Monat

Ihr Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken, Scheibenberg

———————————

Auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit

zu der Herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Röm 8, 21

Liebe Leserinnen und Leser!

„Also, ich bin mal so frei“ sagt die Frau in der Winterjacke und drängt sich durch die Warteschlange der Konzertbesucher. Sie kommt nur bis zur Hälfte, dann stellt sich einer quer: „So, nun ist Schluss, Sie warten jetzt genauso wie wir alle! Oder haben Sie schon eine Karte? “ „Das nicht, aber ich brauch bestimmt keine!“: meinte die Frau bescheiden. Da poltert der Mann los: „Das fehlt gerade noch, Sie klimpern ein bisschen mit den Wimpern, und schon sind Sie drin und schnappen sich den besten Platz weg! Wer weiß, ob’s noch Karten gibt. So nicht!“ „Schade“: sagt die Frau, „dann wird das Konzert eben ausfallen… ich bin die Solistin.“

Ja, wenn man die Solistin ist, ein Musiker im Orchester, jemand von den Sängern im Chor, ja dann darf man ’so frei sein’. Wenn man die Karte schon im Vorverkauf erworben hat oder geschenkt bekam, dann ist das alles kein Problem. Dann lebt man nicht in der Angst, ich komme zu spät, alle Plätze sind längst weg. Selbst eine Verspätung ist nicht dramatisch, denn mein Platz ist sicher. Das entspannt, das macht innerlich frei.

Nun geht es mir nicht darum, über das beste Verhalten bei Konzerten oder dergleichen zu informieren. Gott macht uns ein viel größeres Angebot, er bietet uns einen Spitzenplatz an. Nicht nur irgendwo, sondern dieser Platz ist an seiner Seite. Er will 1. an unserer Seite durch unser Leben mitgegen, durch die Höhen und Tiefen. Das entlastet, macht frei. Er ist da, auch wenn alles finster scheint, der ‘Gute Hirte im finsteren Tal (Psalm 23)’. Und 2. : bei Jesus Christus gibt es die ‘Karten’ für das Fest aller Feste, für den Himmel. Es geht darum, dass wir persönlich akzeptieren, was uns in der Taufe schon ins Leben gelegt wurde. Das wir uns die Karte schenken lassen. Wenn wir sein Freund, seine Freundin wirklich sein wollen und IHN darum bitten, dann hält IHN nichts mehr zurück, dann gibt er ‘Freikarten’ aus. Darauf steht: Dir ist vergeben, Du bist mein Freund, wir gehören zusammen, bei mir ist Platz für Dich, für immer!

Paulus hat das erfahren und dann voller Freude sinngemäß geschrieben: „Ist das nicht herrlich, wir sind von den Folgekosten der Sünde befreit, denn Jesus hat dafür bezahlt. Das nimmt den Druck, macht frei, gibt Leben das bleibt. Sogar die Schöpfung, die geschundenen und manipulierten Tiere und Pflanzen, die verdreckten Meere, der verseuchte Erdboden, die verpestete Luft, all das wird mit uns frei werden von allen Belastungen, vom Tod, von der Vergänglichkeit.“

Sind das nicht mal gute Nachrichten! Wir wissen es doch eigentlich alle: Nur Gott kann unsere Probleme noch lösen. Deshalb: Sei so frei! Nimm dir die Freiheit des Lebens mit IHM. Das lohnt sich wirklich.

Es grüßt herzlich Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken

———————————————-

* Das Wunder vor der Haustür

Wenn ich jetzt vor meine Haustüre trete, begegnet mir dort vor allem jede Menge Schnee. Da heißt es schaufeln und schieben, räumen und streuen, kehren und hacken.

Ein bisschen weiter weg beginnen traumhafte Winterlandschaften zum Wandern und Rodeln, für Abfahrts- und Langlauf, fürs Genießen und Staunen. Aber was da so weiß vor der Haustür liegt, ist nicht nur eine kalte Pracht, sondern ein riesiger Berg von Wundern. Der verstorbene Amerikaner Bentley hat unzählige Schneeflockenfotos gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Mit Chemikalien kann man inzwischen Flocken sogar haltbar machen und bis heute wurde keine entdeckt, die einer anderen absolut gleicht. Das nenne ich Gottes Wunder vor der Haustür. Und es ist ein Wunder mit Botschaft, denn es sagt jedem: Du bist ebenfalls ein unnachahmliches Original Gottes, absolut einmalig, keine Massenware, und ihm durch und durch bekannt. Er hat einen Plan für dein Leben und er will, dass es gelingt und schließlich bei ihm ankommt.

Doch es ist wie beim Schneeschuhfahren; wenn ständig der Dreck durchguckt – und sobald es taut, ist es wieder soweit-, dann kommt man nicht vorwärts und es macht auch keinen Spaß. So behindert unser Lebensdreck den Zugang zu Gott. Der muss weg, und in der Bibel wird beschrieben, wie das geht. Wir müssen es nicht selbst schaffen, und beim Skifahren hat ja auch kaum jemand eine Schaufel dabei. Nein das übernimmt Jesus Christus und der deckt unser Dreckstellen nicht nur zu, sondern präpariert unsere ganze Lebenspiste neu. Das ist ein noch größeres Wunder, als die filigranste Schneeflocke. Deshalb sagt die Bibel: “Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden!” (Jes, 1,18) Wir müssen ihm im Gebet nur unsere Dreckstellen nennen, um Vergebung dafür bitten und ihn einladen, unsere Lebenspiste zu seiner Angelegenheit zu machen. Dann wird er es auch tun und unser Leben wird mit ihm leichter zu bewältigen sein, ohne die Stolperfallen der Vergangenheit. Dann wird es zwar immer noch Ausrutscher geben, auch Spitzensalat und Knochenbruch, aber die Lebenspiste wird ihren Zieleinlauf in Gottes Ewigkeit haben. Dieses Wunder liegt vor der Haustür, greifen Sie zu! Sie werden es nicht bereuen.

————–

* Lebensspuren

Petrus sagt: “Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in je­dem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.” Apostelgeschichte 10,34-35

Liebe Leser!

In diesem Jahr ( 2010) gibt es viel zu feiern, 450 Jahre St. Johanniskirche, 20 Jahre Mauerfall und den 40. Jah­restag der Mondlandung. „Ein kleiner Schritt für mich, ein großer für die Menschheit“, so hatte der Astronaut Neil Armstrong da­mals gesagt.

Petrus, von dem der Monatsspruch stammt, war eigentlich auch nur einen kleinen Schritt gegangen, aber er be­wirkte damit einen gewaltigen Schritt für die Christenheit und schließlich für die Menschheit. Ja, er brachte die Mauer zwischen Ju­denchristen und Heiden zum Einsturz, die als unüber­windlich galt. Bis dahin war klar: ein Mensch, der zu Gott kom­men will, der von Jesus Christus das Geschenk des ewi­gen Lebens ha­ben will, muss zu­erst Jude werden.

Doch Gott geht einen anderen Weg und führt Petrus zu einem Hausbe­such mit enormen Folgen. Ein Hei­de, der römi­scher Hauptmann Kornelius, hatte Pe­trus um den Besuch gebe­ten. Anfangs war er zögerlich, doch dann ermutigt ihn der Heilige Geist ge­nau dahin zu gehen, wohin ein from­mer Jude norma­lerweise nicht geht. Zu seiner Verblüf­fung findet er ausger­echnet dort Menschen, die in­tensiv nach Gott suchen und auf einen war­ten, der ih­nen zum Glau­ben hilft.

In diesem Haus erkennt Petrus, wor­auf es wirklich ankommt, nicht auf Abstam­mung, Anseh­en, dem Herkom­men aus einer ‘from­men’ Familie oder derglei­chen, son­dern auf den Glau­ben und wie er sich in unserem Leben aus­wirkt. An diesem Tag wurde aus einer ‘Apostelges­chichte’ christliche Weltge-schicht­e, denn der kleine Schritt zu den Heiden hat alles verändert.

Gott sieht das Herz an, und an seinem Herzen ist Platz für je­den, der mit ihm leben will. Deshalb soll auch in unse­rer Gemein­de Platz für je­den sein, egal was hin­ter ihm liegt oder ihn momentan be­schäftigt. Sie sind willkommen !

Als die ersten Men­schen den Mond be­traten, hinterlie­ßen sie ‘unvergängl­iche’ Fußspuren. Wun­derbar, aber viel wichtiger ist, dass wir als Chris­ten im Hier und Jetzt unse­re Spuren hinterlas­sen. Denn nicht auf die Person schaut Gott, son­dern dar­auf, ob wir Zeichen seiner Ge­genwart in unse­rem Leben hinterlas­sen. Dabei sind wir nicht allein auf unse­re Fähigkei­ten an­gewiesen sondern dür­fen wie Pe­trus und Kornelius um die Kraft des Hei­ligen Geistes bitten.

Es grüßt Sie im Namen aller Mitarbei­ter,

Ihr Pfarrer Schmidt-Brücken

——————–

* Nächstenliebe

Monatsspruch für März 2009

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.

3.Mose 19,18

Liebe Leser,

klar und gerade wird uns gesagt, was zu tun ist: unseren Nächsten sollen wir lieben! Als man Jesus fragte, wer eigentlich der Nächste sei, antwortete er mit dem “Gleichnis vom barmherzigen Samariter”. Darin macht er klar: der Nächste ist der Mensch, der gerade jetzt deine Hilfe am dringendsten braucht. Das kann die einsame Nachbarin sein, ein guter Freund, der sonst niemand hat, dem er sich anvertrauen kann, oder auch jemand der unbekannt weit, weit weg lebt.

Der Begriff Nächstenliebe gehört zum christlichen Glauben ebenso wie Vergebung, Umkehr, Gebet und Segen. Aber es geht nirgends nur um die Worte, sondern es geht um Taten. Nicht nur um nette Gefühle, sondern um unseren Einsatz und zwar für den Menschen der mich braucht mit ‘Herzen, Mund und Händen’. Den Auftrag dazu hat GOTT der HERR selbst gegeben.

Bloß gut, dass wir diesen Einsatz nicht erfinden müssen, sondern dass ER uns liebt, und aus Liebe zu uns am Kreuz starb- wir haben allen Grund, diese Liebe weiterzugeben.

Eine segensreiche Passionszeit wünscht Pfarrer Schmidt-Brücken

************************************************************

* Der Hahnenschrei

Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken, Scheibenberg

Kikeriki – Es ist schon eine Seltenheit, wenn irgendwo noch ein Hahn kräht. Massentierhaltung, Industrie und Vogelgrippegefahr haben ihn fast aus dem Klangbild unserer Orte vertrieben. Zum Glück gibts noch ein paar Liebhaber. Doch niemand lässt sich mehr vom ersten Hahnenschrei wecken. Das wäre auch unpassend, denn der stolze Vogel weckt nicht nach der Funkuhr.

Kikeri­ki- so schreit ein Hahn auch in der Bibel; ebenfalls zur unpassen­den Zeit. Einen, nur einen hat er damals wachgerüttelt, doch seither Unzählige, die seine Geschichte hörten. Petrus hieß der impulsiver Mann. Eine Zeit war er mit Jesus unterwegs und erlebte mit ihm das Wunder echter Lebensveränderung. Ohne ihn wäre er untergegangen, versumpft, vom Sturm des Leben über Bord gespült, oder hätte sich auf der Jagd nach dem Geld verloren. Ist das nicht auch ein Versumpfen? Vielleicht wäre er auch zum Amokläufer geworden, der andere in den Strudel seines eigenen Unglücks, seiner Ratlosigkeit mit hinabreißt. Mit Jesus an der Seite hatte er den gefunden, der ihn verstand und Richtung gab. Die Augen gingen ihm auf, dass das Leben mehr ist als Besitz und Wunschbefriedigung. Leben hat nur einen echten Sinn und ein reales Ziel, wenn die Beziehung zu Gott stimmt. Doch dann verhaftete man Jesus, der nicht ins ‘Schema F’ passte. Petrus wollte nur sehen, wie die Sache ausgeht, doch plötzlich zeigten Leute mit Fingern auf ihn: Gehörst du nicht auch zu dem da, vertrittst seine Sache? Da vergaß er alles, was ihm lieb und teuer ge­worden war. Den Freund, der ihm Lebenssinn gegeben hatte, verleugnete er, um ja auch alle irdischen Vorteile mitnehmen zu können. In dem Moment krähte der Hahn, nicht weil es Morgen war, son­dern weil Jesus gesagt hatte: Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Petrus erschrak bis auf die Knochen über sich selbst, seine Feigheit, seine Verleugnung, seine Gier nach angeblichen Vorteilen. Er lief weg und doch im Herzen hin zu Jesus. Er kam zur Besinnung. So wurde der Hahnenschrei zum Wendepunkt in seinem Leben, zur Umkehr. Und Jesus ließ ihn nicht fallen, sondern nahm ihn neu auf in seinen Freundeskreis. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Jesus nimmt auf, wer zu ihm zurückkehrt oder sich erstmals zu ihm aufmacht. Deshalb blinkt von manchem Kirchtürmen ein Wetterhahn. Er ruft und kräht: Kehr um zu Jesus Christus, der deinem Leben Sinn und Richtung und Ewigkeit gibt. Jeder echte Hahnenschrei soll Sie ab heute genau daran erinnern. Dieses Leben lohnt sich.     Kike­riki!

———

* Durchbrochener Kreislauf

Monatsspruch für Dezember 2009

Gott spricht. Ich will euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt. Fürchtet euch nicht und stärkt eure Hände. Sacharja 8,13

Was sind wir für unsere Mitwelt, ein Segen oder ein Fluch? Tun wir den anderen gut, oder machen wir ihnen das Leben schwer. Blüht um uns herum das Leben auf, oder verdorrt es. Atmen bei uns Menschen freier, oder schnürt es ihnen die Kehle zu? Bitte denken Sie jetzt zuerst einmal klein, denken Sie nicht an die Menschen irgendwo weit weg, denen Sie mit einer Spende schon mal geholfen haben. Das ist auch außerordentlich wichtig. Aber denken Sie mal an die in ihrer Nähe, mit denen Sie täglich oder wöchentlich zu tun haben, mit denen Sie Tür an Tür, Haus an Haus leben, die zur Familie gehören, mit denen sie irgendwo zusammenarbeiten. Wie sieht es da aus?

Gibt es da Freundlichkeit, Verständnis, Einfühlung, Hilfe. Oder leben wir kalt aneinander vorbei, und jeder macht seins, weil’s ja jeder so macht?

Gott selbst hat diesen Kreislauf durchbrochen. Er hätte diese Erde sich selbst überlassen können.

Er hätte diese Erde in ihrer Selbstgefälligkeit und ihrer Hartherzigkeit den Weg des Untergangs gehen lassen können. Aber das hat er nicht getan. Er ist in unsere Welt gekommen mit einem Herzen voller Liebe und Gedanken des Friedens. Zum einen hat er uns die Gebote gegeben, und wer einigermaßen nachdenkt, der entdeckt, dass wir nur froh sein können, dass wir diese Maßstäbe haben; echte Werte. Zum anderen -und das ist viel mehr- hat sich Gott selbst auf diese Erde begeben, hat sich zu erkennen gegeben, in der Person von Jesus Christus. Er wurde Kind, damit wir Lust bekommen, Gottes Kinder zu werden. Jesus breitete Segen aus, wo er ging und stand, damit wir begreifen, was Gott dieser Erde geben will: Erlösung! Im Glauben an Jesus Christus, kommt uns diese Erlösung zugute. Bei IHM gibt es Befreiung, Erlösung, von den Folgen unsrer Sünde. Wer Gott um dieses Geschenk bittet, zu Weihnachten oder mitten im Jahr, der darf erlöst, gelöst durchs Leben gehen. Der kann anderen zum Segen werden, mit gestärkten Händen und Herzen.

Gehen Sie diesen Weg, Ihnen selbst zum Heil und unserer Welt zum Segen.

Das wünscht Ihnen zur Adventszeit und zum Christfest 2009

Ihr Pfarrer Stephan Schmidt-Brücken

Ältere MITTEILUNGEN

* (Advent 2009) Unsere Kirche und die Kurrende sind in der Fernseh- Sendung: “So klingts bei uns im Arzgebirg”, Heilig Abend 17 Uhr (MDR) und 1:20 Uhr (25.12.) zu erleben.

* ( Sommer 2009) Läuten eingeschränkt ! Wegen des massiven Schwammbefalls im Kirchturm kann zur Zeit nur sehr eingeschränkt geläutet werden; das Gebetsläuten am Morgen, Mittag und Abend entfällt ganz.  Zu Gottesdiensten und Beerdigungen oder Hochzeiten darf die große Glocke mit ihrer tiefen Stimme nicht verwendet werden.   Im Frühsommer ist eine Notsicherung durchgeführt worden, die Gefahr vom Kirchturm abwenden konnte, denn inzwischen (Sept. 09) hat sich der Glockenstuhl auf der Nordseite gesenkt. Er wird nun durch die zusätzlichen Stahlträger in seiner Position gehalten.  Gott sei Dank, wurde das Problem zeitig genug erkannt.

* (Januar 2010)  Die Tombola für die Glocken, lief am Nachmittag des 1.-4. Advents auf dem Kirchenvorplatz mit tollen Preisen. – Danke allen Spendern!-

* (Advent 2009) Krankensingen:

Die Kinderkreise können im Dezember an ein paar Tagen zum Krankensingen kommen, bitte melden Sie sich im Pfarramt.

* (Advent 2009 )Adventssingen der Kurrende am Sonnabend, d. 12.12. von 15.30 Uhr bis 16.45 Uhr, Die Kurrende ist in der Stadt unterwegs und freut sich über offene Fenster, offene Herzen, viele Zuhörer und natürlich über kleine Gaben.

° ( März 2009) Zum 1. KINA (=Kindernachmittag) waren Kinder der 1.-6. Klasse am Freitag, 13. Februar 2009, ins Kirchgemeindehaus eingeladen: Gottes Wort singen und spielen, Essen und 16 Uhr in der Kirche den Film von unserem Musical: „Die Reise nach Jerusalem“ ansehen. Dort waren auch Erwachsene herzlichst willkommen. Der Film kann bei Andreas Josiger in Oberscheibe bestellt werden.

° Der Kirchenvorstand, der von 2008 – 2014 im Dienst war, bestand neben Pfarrer Schmidt-Brücken aus folgenden Gemeindegliedern: Dietrich Flath, Christine Hunger, Martin Josiger, Eva-Maria Klecha, Ralf Kretschmar, Gerhard Mann, Michael Melzer, Michael Sacher, Kai-Uwe Weber.

° Zum Adventssingen der Kurrende war das Regionalfernsehen da und ein Fotograf einer großen Tageszeitung. Leider waren nur wenige Leute auf den Straßen. Das ist schade, die Kinder haben sich redlich Mühe gegeben. Bitte äußern Sie sich, wie das nächstes Jahr gestaltet werden könnte.

° Im sächsischen Landeswettbewerb bekam unsrer Erntekrone 1. Platz. Frau Renate Flath fertigt die Krone seit Jahrzehnten immer wieder mit viel Liebe und Phantasie an, und jedesmal ist sie ganz mit dem Herzen dabei und will so Gott, den Herrn, ehren, der uns mit so vielen leiblichen und geistlichen Gaben segnen kann, wenn wir zu IHM als seine Kinder kommen.

RÜCKBLICKE

* Der erste Blaulichgottesdienst am Scheibenberg hatte am 16. August um 14 Uhr Feuerwehren, Rettungsdienste, THW, Landes- und Bundespolizei mit der Gemeinde vor Ort zusammengeführt. Es war eine Ermutigung, sich als Christ in der Gesellschaft zu engagieren und sich als Nichtchrist in diesem Dienst von dem lebendigen Gott stärken zu lassen.

° Zum Adventssingen 2008 der Kurrende war das Regionalfernsehen da und ein Fotograf einer großen Tageszeitung. Leider waren nur wenige Leute auf den Straßen. Das ist schade, die Kinder haben sich redlich Mühe gegeben. Bitte äußern Sie sich, wie das nächstes Jahr gestaltet werden könnte.

Nochmals Danke !!! an den Verschönerungsverein und alle Helfern für die Mühe und immer wieder tolle Ideen.

° Im sächsischen Landeswettbewerb bekam unsrer Erntekrone 1. Platz. Frau Renate Flath fertigt die Krone seit Jahrzehnten immer wieder mit viel Liebe und Phantasie an, und jedesmal ist sie ganz mit dem Herzen dabei und will so Gott, den Herrn, ehren, der uns mit so vielen leiblichen und geistlichen Gaben segnen kann, wenn wir zu IHM als seine Kinder kommen.

° Zu den Kinderbibeltagen 2012 waren wieder reichlich 35 Kinder dabei, die auf Gottes Wort hörten, bastelten, sangen, spielten, wanderten und schließlich in ihren Zelten friedlich ruhten. Danke allen Helfern!

°  Das war am Sonntag, 9. September 2012: ,  14. Sonntag nach Trinitatis,    10.00 Uhr Festgottesdienst mit Heiligem Abendmahl zum BAUABSCHLUSS des Kirchturms unserer St. Johanniskirche, gleichz. 25. Ordinationsjubiläum Pfr. Schmidt-Brücken, Predigt: Superintendent Dr. Richter / Annaberg,  10 Uhr gemeinsamer Kindergottesdienst in der LKG/ Pförtelgasse 3. Musik: Alle musikalischen Kreise , Kollekte: für den Kirchturmbau, anschl. Grußstunde und Mittagessen für alle, 13.15 Uhr Turmblasen I. / Ab 14 Uhr Turmbegehung mit Turmkaffee, Führungen in der Kirche und auf dem Turm, 17 Uhr Turmblasen II, 18 Uhr Abschlussläuten

ARCHIV – Kirchturmbau

Der BAU ist fertig!

….. und darum:  GOTT sei LOB und DANK und ein herzliches Dankeschön an alle Bauarbeiter, Planer, Helfer, Organisatoren, Mitarbeitern …….


Das neue Geläut wird auf den Turm gehoben

Wer den fertigen Bau besichtigen möchte, melde sich rechtzeitig im Pfarramt an: Tel: 037349 /8308.

Kosten und Konto:

Die Gesamtkosten für die Turm- und Glockenarbeiten auf  haben sich auf knapp 675.000 € belaufen.

In der Kirchgemeinde wurden 51.500 € direkt gespendet, 65.500 € als Eigenmittel aufgebracht,  80.000 € über den Glockenförderkreis gesammelt, was immerhin schon mal 197.000 € sind. Danke! Danke! Die Landeskirche gab bisher 41.700 € und eine private Stiftung hat 50.000 € zugesagt. Den gewaltigen Rest hat die  Stadt Scheibenberg als Fördermittel aus dem Programm  ‘Städtebaulicher Denkmalschutz’ vermittelt.

Selbstverständlich können Sie eine Spendenbescheinigung erhalten.

Bisherige Baugeschichte:

Der Bau des Kirchturms unserer St. Johanniskirche wurde 1697 begonnen und erst einmal bis zur Höhe des Kirchendaches aufgeführt. Dann verzögerte sich die Fertigstellung wegen Geldmangels bis zum Jahre 1774, wo er seine heutige Form erhielt.  Im 20. Jh wurde das schadhafte Schieferdach gegen ein Kupferdach ersetzt und der Turm geputzt und mehrfach gestrichen.  Schwammschäden wurden mit den möglichen Materialien um 1970 behoben.

Eigentlich wollten wir ja “nur” die Eisengussglocken erneuern, deren “Haltbarkeitsdatum” mit 60 Jahren leider erreicht ist. Und wir wollten den Glockenstuhl erneuern, für den der Fachprüfer leider schlechte Noten ausgestellt hatte. Doch dann brachten die Bauuntersuchungen folgenden Befund:

Der Kirchturm unserer Johanniskirche in Scheibenberg ist krank!

Anders lässt sich sein Zustand leider nicht beschreiben. Obwohl er äußerlich hervorragend aussieht, also die Fassade stimmt, und auch im Inneren nichts auf den ersten Blick erkennbar ist, hat die Diagnose recht. Bei den Untersuchungen des gewaltigen hölzernen Tragwerkes, wurden an vielen, vielen Stellen leider massive Schwamm- und Braunfäuleschäden festgestellt. Vor allem dort, wo kein Mensch hinschauen kann: in Zwischenböden, in eingemauerten Balken, in verborgenen Winkeln unter der Turmhaube und ganz oben unter der Kupferabdeckung. Deshalb muss unbedingt gebaut werden, um den 1774 fertiggestellten Turm zu erhalten.

Damit war die Aufgabe klar: Wir müssen nun vor der Glockenerneuerung fast das gesamte Balkenwerk auswechseln, wobei aus denkmalpflegerischer Sicht versucht werden soll, auch einige der schönen alten Balken zu erhalten. Dazu war eine gründliche Schwammbekämpfung nötig. Und…. im Kirchturm war ja ein kleiner Wald verbaut.

Die Turmhaube muss außerdem neu und stabil verankert werden. Schwere Senkungen sind auszugleichen,

Wenn diese Arbeit geschafft ist, kann ein neuer Glockenstuhl eingesetzt werden und neue Bronzeglocken können dann vom Turm erschallen. Natürlich mussten diese auch erst berechnet und gestaltet werden.

Baubeginn war im Juni 2010.

Zeitgleich wurden Läuter für die Behelfs-Glocke gebraucht. Interessierte konnten sich im im Pfarramt melden!

Zur Adventstombola 2009, bei der unzählige Preise gestiftet wurden, kamen gut 1200 € als Erlös zusammen. Danke den Stiftern der Gewinne, dem Tombolateam und allen, die ein Los genommen haben.

Zur Jubelkonfirmation 2010 wurden 700€ gegeben! !!!!

Die Sparkassenstiftung Erzgebirge hat 3000 € an den Glockenförderverein gegeben.

Zur Letzten Besichtigungsmöglichkeit des Turminneren vor der Demontage der Glocken und dem Beginn der Innenarbeiten am  Sonntag, 16. Mai 2010, waren etliche hundert Gäste auf dem Kirchturm. Vom Baby bis zu 84 -jährigen war alles vertreten. Danke allen Helfern, die Kaffee und Kuchen bereitgestellt haben, die Aufsicht übernahmen und sonst mit halfen. Es kamen ca. 350 € Spende ein.

- Intensive Bauuntersuchungen folgen und der Ausbau der schadhaften Balken in der Glockenstube, des gesamten Glockenbodens, der Etage des Turmstübels.

- Zeitgleich wurden die neuen Glocken projektiert und der Guss an den günstigsten Bieter vergeben.

Am Freitag, d. 3. September 2010, konnten die neuen Glocken für unsere Kirche gegossen werden. Beim Glockenguss, einem sehr bewegenden Geschehen, waren 60 Scheibenberger und Gäste dabei.

Gott gab Segen, dass alles gelungen ist.

- Der Glockenguss ist gelungen! Das teilte uns der Glockensachverständige unserer Landeskirche, Hr. Christian Schumann, Dresden, Anfang Oktober 2010 mit, der die Glocken bei der Firma Grassmayr in Innsbruck geprüft hat. GOTT sei LOB und DANK!

- Die Glocken sind geweiht! Am 7. November 2010 konnten die 4 neuen Glocken im Gottesdienst geweiht werden:

Namen: Christusglocke, Johannesglocke, Martin-Luther- Glocken, Hoffnungsglocke


- Inzwischen wurde weitergebaut, wobei immer mehr und größere Schäden zum Vorschein kamen.

- Es erschien als unumgänglich, sogar die Turmhaube abzunehmen, und die gewaltige Balkenkonstruktion im Fußbereich neu zu zimmern.

- Der Bau erstreckte sich, unbeabsichtigt über 2 Winter, und geht nun im Frühjahr 2012 ganz klar seiner Vollendung entgegen.

Wo sind die alten Glocken?

Die kleinste Glocke wurde als Dauerleihgabe dem evangelischen Rüstzeitheim “Stobelmühle” bei Pockau (Erzgebirge/ Nähe Marienberg) zur Verfügung gestellt und wird dort gelegentlich genutzt. Die mittlere Glocke diente uns vorerst in Scheibenberg als  Behelfsglocke, bis das neue Geläut in Betrieb war. Am Sonnabend vor Pfingsten 2012 wurde sie dem entstehende Glockenpark in Rittersgrün/ Erzgebirge zur Verfügung gestellt. Die große Glocke wird auf der Südseite der Kirche dauerhaft aufgestellt.

Bautagebuch und Bauplanung

- Frühjahr 2009 bis Sommer 2010 – Erste Planungsrunden, Entwürfe, Anträge, Kontakte, Beauftragungen, unzählige Telefonate, e-mail, Briefe, Unterschriften, Stempel, Baubegehungen usw.

- Sa. 12. Juni 2010, Sockel für die Aufstellung der großen Glocke wird gemauert

- So. 20. Juni 2010, Abschiedsläuten – 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr

- Mi. 23. Juni 2010, Beginn der Rüstarbeiten

- Mi. 30. Juni 2010, Abnahme des alten Eisenglockengeläutes. Danke allen Helfern.

- Do. 1. Juli 2010, Historische Turmuhr wird abgebaut und gesichert per Arbeitseinsatz

- Juli 2010, Fortsetzung der Rüstarbeiten am Turm

- August 2010, Fertigstellung des Gerüstes, Abbrucharbeiten im Turminneren, Balken und Zwischenböden entfernt,

- Mo. 16. August 2010, Blasebalg der Orgel wird wegen der Bauarbeiten umgesetzt, per Arbeitseinsatz

- Fr. 20. August 2010, Abnahme der Silberglocke per Arbeitseinsatz

- Fr.  3. September 2010, Glockenguss in Innsbruck,

Ein Bus und Privat-PKW waren da.  Wir hoffen, dass das neue Geläut dann auch zu einem deutlichen Rufzeichen Gottes wird und vielleicht auch zu einem neuen akustischen Wahrzeichen Scheibenbergs.

-Bis zur Fertigstellung des Baues ist noch viel zu beten, viel zu planen, viel zu bauen, viel zu sammeln, eben viel zu tun.

- Sa. 14. September 2010, Die Turmspitze wird abgenommern. In der Kugel finden sich Dokumente, Klöppelspitzen, Zeitschriften usw. von 1774- 1972

- September- Oktober 2010: Einbau der Betonringanker im Inneren des Kirchturms. Innenputz des Turmes, Verpressen der Holzschutzmittel und der Risse, September – November 2010, Entkernung des Turmes, Schwammbekämpfung, Einbau der Stahlbetonanker, Erneuerung schadhafter Teile an der Laterne, Einbau der ersten Zwischenböden, Ausmauern der durch die Balkenentfernung entstandenen Hohlräume mit Feldsteinen,

- Di. 5. Oktober 2010, Der Glockenguss ist gelungen, das teilt der Sachverständige und die Gießerei mit.

- Sa. 6. 11. 2010 – 13.30 Uhr Glockeneinholung mit kleinem Festumzug zur Kirche

- So. 7.11.2010 – Glockenweihe in der Kirche, 10 Uhr Festgottesdienst, die 4 neuen Glocken sind in Holzstühlen aufgehägt wurden der Gemeinde vorgestellt und geweiht. Bei der Vorstellung schlugen verschiedene Gruppen das erste Mal die Glocken an: Kirchenvorstand, Musikalische Kreise, Kinder, Glockenförderkreis. Als Namen erhielten sie: Christusglocke, Johannes, Martin Luther, Hoffnung. Nach der Weihe erklangen sie gemeinsam mit einem Lied des Chores.

- Anfang November – Die Malerarbeiten im Turm konnten erledigt werden, außerdem wurden alle Schallöffnungen provisorisch geschlossen.

- Mitte November – unsere Silberglocke, eine der ältesten erhaltenen Bergglocken Deutschlands ist zurück, sie wurde in der Glockenschweißerei Lachnmeyr in Nördlingen renoviert.

- Fr. 17. Dezember 2010, Schnee und Schuttberäumung im Kirchturm um Folgeschäden zu vermeiden, Scheibenberg und das Obere Erzgebirge ist tief verschneit.

- Januar 2011 – Balken für den Glockenboden werden per Kran in die Kirche gehoben und dort eingebaut.

- Februar 2011 – Der Glockenboden ist eingebaut, die Etage des Turmstübels ist abgebrochen, sonst ist der  Bau weitgehend winterdicht gemacht.

- März 2011 – Die Jalousien werden eingebaut.

- März 2011 bis Juli 2011: Baupause wegen Überprüfung der statischen Berechnungen. Begründung: Die Stabilität des Turmes kann aber nur dann dauerhaft gewährleistet werden, wenn alle Teile fest miteinander verankert und die enormen Lasten und Kräfte getragen werden  können. Dazu müssen ganz neue Lösungen erarbeitet, berechnet und geprüft werden. Bei den Untersuchungen hat sich weiterhin ergeben, dass sich die Turmhaube, also der kupfergrüne Teil, der gerade noch auf dem Turmstumpf aufsitzt, einseitig gesenkt hat. Dort sind die morschen Balken schuld. Alles muss gerichtet werden und anschließend stabilisiert – eine enorme Last ist abzufangen

- Juni 2011: Werkstattarbeit der Zimmerei:  Der Schwellkranz der Turmspitze ist erneuert. Eigentlich könnte sie wieder auf den Turm… aber das Zwischenstück muss erst fertig sein (s.o.).

Mai 2011: Werkstattarbeit der Kupferklempnerei: Kreuz und Kugel sind fertiggestellt.

Juli 2011: Werkstattarbeit der Schlosserei: Das Zifferblatt der Turmuhr ist neu gefertigt.

- August 2011 ! Es geht weiter am Turm! Nun hat es hoffentlich am Längsten gedauert. Die Statiker haben Lösungen entwickelt und diese wurden geprüft, damit unser alter Kirchturm dauerhaft mit der Dachlast und den Glockenschwingungen zurecht kommt. Leider zeigten sich im Inneren zahlreiche verdeckte Risse, Senkungen der Dachhaube, Schwammbefall usw.  deren Sanierung problematisch ist. Jetzt ist alles genehmigt, es wird wieder gesägt, geschraubt, gehobelt, gemessen …. eben gebaut! Gott sei Dank!

- Nach der Überprüfung der Statik und Festlegung der notwendigen Arbeiten nun mit abschließenden Baukosten von 585.000 Euro gerechnet werden. Hier werden viele Spenden benötigt.

- 24.8.2011 die Turmhaube wurde zentimetergenau auf die neue Balkenlage abgesenkt,  alles ist stabil und nun auch gerade!

- Am 24. Sept. 2011, ist die Kugel gefüllt  und das Kreuz auf die Kirchturmspitze, die noch am Bodens steht, montiert worden.

- September-Oktober: Intensive Holzarbeiten zur Ertüchtigung der Tumkuppel und Laterne

- 15.10.2011 Turmspitze und mit Kreuz und Kugel wird auf den Turm gehoben. - Scheibenberg hat seine Stadtkrone wieder!

- 2. Oktoberhälfte 2011: Der Glockenstuhl ganz oben in der offenen Turmlaterne wird eingebaut. Dort bekommt das Silberglöckchen von 1522, das restauriert wurde wieder seinen angestammten Platz.

- Zum Kirchweihfest, 6.11. 2011, kann zum Gottesdienst um 10 Uhr die Silberglocke wieder geläutet werden.

- Erste Novemberhälfte 2011: Das Wetter ist prächtig. Die Zimmerleute und die Kupferklempner arbeiten an der Kuppel und an der Laterne. Am 14.11. bessern sogar die Maler noch Teile aus und der Schlosser kann arbeiten.

- 15.11. 2011 – Die Schalung ist fast geschlossen, die Laterne schon weitgehend verblecht.

- 25.11.2011 – Das Dach an der Turmhaube ist geschlossen, wenn jetzt der Winter kommt, bleibt es innen trocken, die Zimmermanns- und Kupferklempnerarbeiten gehen vorwärts.

- Dezember 2011 – Das Leuchtkreuz ist installiert ! Danke den Spendern und Monteuren! Dann kam der erste Schnee!

- Der Kirchturm ist winterdicht!

- Wir können unserm HERRn und Gott nur danken, das Novemberwetter ist herrlich! Die Bauarbeiten gingen schnell voran!

-Am 1. Februar 2012, mittags ab 12 Uhr, wurde erst der Glockenstuhl, dann die 3 neuen Bronzeglocken auf den Turm gehoben. Bei eiskaltem Wetter, aber Sonnenschein und Windstille, ging die Arbeit zügig voran. Die größte Glocke war schließlich 15:08 im Turm. Nun ist der Glockenstuhl montiert und die Einzelteile zusammengefügt.

- Februar 2012: Der Glockenstuhl ist montiert, alle Teile passen großartig zusammen.

- Sonnabend, 31.März 2012- 18.00 Uhr.  Festliches Erstläuten! Es ist soweit. Nach einer Andacht und der Glockenvorstellung erklingt erstmals das neue Geläut über unsrer Stadt! GOTT sei Lob und Dank! Viele, viele sind gekommen, um diesem einmaligen Ereignis beizuwohnen. Alles geht gut. Die Glocken haben eine großartige Klangfülle und Klangfarbe. Noch ist keine Programmierung möglich. Das Früh- und Mittagsläuten muss noch entfallen. Viele Einstellungen sind noch anzupassen. Ein regulärer Läutebetrieb wird erst mit dem Abschluss der Bauarbeiten möglich sein.

- Zur Jubelkonfirmation 2012 wurden 877,50 € für die Bauaufgaben gespendet.

- Mai 2012: Die Etage, wo das Turmstübel seinen Platz hatte, wird neu erbaut und z.T. mit alten Dielen belegt.

- Die Kupferklempner schließen die letzten Stellen der Bedachung an der Turmhaube. Die liegende Dachrinne wird mit in Betrieb genommen.

- Juni 2012: Der Turm wird gestrichen, zuerst weiß – aber keine Sorge, damit werden nur kleine Risse überdeckt, anschließend beginnen die Maler wieder mit dem gelben Anstrich.

- Im Inneren ist in der Blasebalgetage der letzte schadhafte Boden entfernt worden, eine neue Balkenlage muss eingebaut werden, ebenfalls eine neue Diele.

- An der Wendeltreppe kam das wunderschöne alte Portal wieder zum Vorschein, das gesäubert und vorbehandelt wurde

- Juli 2012: Einbau des Zifferblattes, es wurde nach altem Befund auf neuem Material rekonstruiert

- Montage der Balkongitter, Rekonstruktion des originalen Aussehens, Stabilisierung, Erneuerung verlorener Elemente, neues Befestigungssystem

- Putzarbeiten am Sockel des Kirchturms, Ausfugen und Farbentfernung

- Erneuerung der Etage “Blasebalgstube”, Umsetzen des Blasebalgs (Erstmals in Betrieb zur Hochzeit am 21.7.), Vollständig neue Balkenlage zur Stabilisierung der alten Decke, Dielung der Etage, Dachdeckerarbeiten an den baubedingten Fehlstellen.

- Ende Juli 2012: Der Kirchturm ist zur Hälfte abgerüstet; Goldgelb leuchtet die neue Farbe über der Stadt, Zifferblatt und Balkon sind ebenfalls erneuert.

- August 2012: Das Turmstübel entsteht neu, Elektrifizierung des Turminneren, Trockenbauarbeiten in den beiden Treppenhäusern, Restaurierung des historischen Türgewändes an der Wendeltreppe

- Freitag, 24. August 2012: Das letzte Stück vom ehemals 47 Meter hohen Gerüst wird abgebaut.

- Ende August 2012, Arbeitseinsatz, Aufstellung der alten Uhr, Reinigung der Turmetage

- Erste Septemberwoche 2012:  Anstrichergänzungen in verschiedenen Etagen,

- Zweite Septemberwoche: Neubau einer Treppe vom großen Treppenhaus in den Turm,  Montage der elektronischen Uhr,  Aufräumen der Baustelle, Einräumen der Turmstube und Putzen, Putzen, Putzen…..  DANKE, DANKE alle Helfern!!!

- Freitag, 7. September: Letzte Arbeiten am Portal Turmtür, letzte Arbeiten in der Kirche!

Am Sonntag, den 9. September begann 10 Uhr das Bauabschlussfest mit einem FEST-GOTTESDIENST, in dem Superintendent Dr. Richter die Predigt hielt und wir in großer Gemeinde das Heilige Abendmahl feiern konnten.  Anschließend gab es eine Grußstunde und dann, bei wunderbarem Wetter ein gemeinsames Mittagessen auf dem Kirchplatz. Das Essen schmeckte prima und die Stimmung war einfach wunderbar und herzlich. Ab 13.15 Uhr gab es ein erstes Turmblasen, aber da waren schon die ersten Besucher auf dem Turm und so ging es ununterbrochen bis in die Abendstunden weiter. Weil so viele kamen und blieben, gab es Kaffeetrinken sowohl auf dem Kirchplatz als auch in der   in der Turmstube. Während dieser Zeit war in der Kirche eine Bilderreihe zum Baugeschehen zu sehen. Im Turm war und ist eine Ausstellung aufgebaut. Nach dem zweiten Musizieren des “Familien-Orchester-Mann” ab 17 Uhr endete der Tag mit dem Abschlussläuten um 18 Uhr.

Wir konnten Gottes Segen spüren!

Scheibenberg, am 30. September 2012

Pfr. Stephan Schmidt-Brücken, Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Kirche Scheibenberg